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Was sind Zahlungsabwicklungslösungen und wie funktionieren sie?

Danielle Collard
28 Aug. 2026

Na gut, ein Kaffee mehr oder weniger ist keine große Sache. Aber was, wenn das zehnmal am Tag passiert? An mehreren Standorten? Oder in deinem Onlineshop, wo Kund:innen sofort abspringen, sobald etwas nicht funktioniert?

Wenn Zahlungen umständlich, langsam oder unzuverlässig sind, merken Kund:innen das. Sie verlieren das Vertrauen, und Unternehmen verlieren Geld. Und zwar viel. Zahlungsausfälle kosten Unternehmen weltweit rund 20,3 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

Deshalb geht es heute um Zahlungsabwicklungslösungen. Was sie sind und warum jedes Unternehmen, egal welcher Größe, das richtig aufsetzen muss. Denn es gibt tatsächlich einen einfachen Weg, keinen Cent Umsatz zu verlieren – und alles beginnt mit dem richtigen System im Hintergrund. Eines, das läuft, egal ob gerade Matcha-Lattes serviert oder Online-Bestellungen gepackt werden.

Was ist eine Transaktionsabwicklungslösung?

Wahrscheinlich hast du heute schon eine benutzt, ohne es zu merken.

Wer mit Karte bezahlt, sein Smartphone kontaktlos ans Terminal hält oder online mit einer digitalen Zahlungsmethode einkauft, nutzt im Hintergrund eine Transaktionsabwicklungslösung.

Für Unternehmen geht es bei der richtigen Transaktionsabwicklungsstrategie nicht nur darum, an der Kasse (POS) gut auszusehen. Es geht um höhere Kundenzufriedenheit, weniger entgangene Umsätze, den Überblick über den Cashflow – und möglichst wenige peinliche „Tut mir leid, unser System ist gerade down"-Momente.

Schauen wir uns das genauer an.

Einfach erklärt

Eine Transaktionsabwicklungslösung ist die Technologie, mit der du Zahlungen verarbeitest – von Kredit- und Debitkartentransaktionen über Banküberweisungen bis hin zu anderen elektronischen Zahlungsabwicklungslösungen.

Sie prüft, ob die Zahlung echt ist, bestätigt, dass genug Guthaben vorhanden ist, genehmigt die Transaktion und sorgt dafür, dass das Geld schnell und sicher auf deinem Konto landet.

Stell sie dir als den Mittelsmann vor, der die ganze langweilige Arbeit im Hintergrund übernimmt, damit du dich auf dein Geschäft konzentrieren kannst. Keine Verzögerungen. Kein Drama. Nur einfache, reibungslose Zahlungen.

Kernkomponenten der Transaktionsabwicklung

Wie kommt eine Zahlung eigentlich von der Karte deiner Kundschaft auf das Geschäftskonto deines Händlers? Drei Hauptakteure sorgen dafür.

Payment Gateway

Das Payment Gateway erfasst die Zahlungsinformationen, wenn eine Kundin oder ein Kunde bezahlt – ob online, im Laden oder per App. Es sammelt die Transaktionsdaten, verschlüsselt die sensiblen Zahlungsdetails und sendet alles sicher an den Zahlungsdienstleister. Man kann es sich wie einen sicheren Boten vorstellen, der die Kreditkarten- oder Debitkartendaten weiterleitet, ohne sie jemals offenzulegen. Wer eine Software zur Kartenzahlungsabwicklung nutzt oder einen Onlineshop betreibt, verdankt dem Gateway Zahlungen in Echtzeit. Ohne Gateway keine Zahlung.

Zahlungsdienstleister (Payment Processor)

Sobald das Gateway die Transaktionsdaten gesendet hat, übernimmt der Zahlungsdienstleister. Er ist der Motor der gesamten Operation. Er kommuniziert mit der ausstellenden Bank (also der Bank der Kundschaft) und der Akquirer-Bank (der Bank des Händlers), um die Zahlung genehmigen zu lassen. Er prüft auf Betrug, bestätigt ausreichende Kontodeckung und gibt entweder grünes Licht oder lehnt die Transaktion ab. Das alles passiert in Sekundenschnelle. Eine zuverlässige elektronische Transaktionsabwicklungslösung macht diesen Schritt praktisch unsichtbar.

Händlerkonto (Merchant Account)

Hier landet das Geld tatsächlich. Ein Händlerkonto ist eine besondere Art Bankkonto, auf dem die Gelder aus Kredit- und Debitkartenzahlungen zwischengelagert werden, bevor sie auf das reguläre Geschäftskonto weitergeleitet werden. Es ist im Grunde ein Zwischenspeicher, der hilft, Transaktionsgebühren, Interchange-Gebühren und Abrechnungen zwischen verschiedenen Finanzinstituten zu verwalten. Sobald die Zahlung verrechnet ist, wird das Geld auf das Geschäftskonto überwiesen – je nach Anbieter meist innerhalb von ein bis zwei Tagen.

Eine Kartenzahlung, Schritt für Schritt

Um das Ganze greifbar zu machen: Angenommen, eine Kundin kauft für 50 € Ware in deinem Onlineshop mit einer Debitkarte. In den wenigen Sekunden zwischen Klick auf „Jetzt kaufen" und der Erfassung des Verkaufs in deinem Kassensystem passiert Folgendes im Hintergrund:

  • Gateway: Die Kundin gibt ihre Kartendaten beim Checkout ein. Das Gateway verschlüsselt diese Daten, bevor sie sicher an den Zahlungsdienstleister weitergeleitet werden.
  • Zahlungsdienstleister: Der Dienstleister sendet die Transaktion an die kartenausgebende Bank der Kundin, die zügig bestätigt, dass die 50 € verfügbar sind und die Karte nicht als betrugsverdächtig markiert ist. Die ausstellende Bank genehmigt die Zahlung (hoffentlich!), und der Dienstleister leitet diese Genehmigung über das Gateway zurück an deine Checkout-Seite, wo die Kundin dann „Zahlung erfolgreich" sieht.
  • Händlerkonto: Die 50 € (abzüglich Interchange- und Verarbeitungsgebühren) landen auf deinem Händlerkonto. Nach der Abrechnung, meist innerhalb von ein bis zwei Tagen, wird das Geld auf dein reguläres Geschäftskonto überwiesen und steht dort zur Verfügung.

Drei Akteure, eine nahtlose Übergabe – und die Kundin bekommt davon nichts mit.

So funktioniert die Zahlungsabwicklung (Schritt für Schritt)

Gehen wir gemeinsam durch, wie die Zahlungsabwicklung von Anfang bis Ende funktioniert:

Von der Zahlungseingabe bis zur Abrechnung

  1. Die Kundschaft bezahlt: Alles beginnt in dem Moment, in dem die Kundin ihre Karte hinhält oder auf „Jetzt bezahlen" in deinem Onlineshop klickt. Ob per Kartenwisch, Smartphone oder Eingabe der Zahlungsdaten online – hier startet der gesamte Prozess.
  2. Das Payment Gateway übernimmt: Sobald die Zahlungsinformationen eingegeben sind, laufen sie durch das Payment Gateway. Es funktioniert wie der Türsteher eines Clubs, der sicherstellt, dass alles seine Richtigkeit hat. Es verschlüsselt die Transaktionsdaten, damit die Informationen der Kundschaft auf dem Weg zum nächsten Schritt geschützt bleiben.
  3. Der Dienstleister sendet die Anfrage: Der Zahlungsdienstleister leitet die Anfrage über die entsprechenden Finanzinstitute und Kartennetzwerke an die ausstellende Bank (die Bank der Kundschaft) weiter.
  4. Genehmigung oder Ablehnung: Die ausstellende Bank prüft das Konto der Kundschaft, stellt sicher, dass genug Guthaben vorhanden ist, und sendet eine Entscheidung zurück: genehmigt oder abgelehnt. Gibt die Bank grünes Licht, geht die Transaktion durch. Wenn nicht, hört die Kundschaft das gefürchtete „abgelehnt".
  5. Der Händler erhält die Bestätigung: Und jetzt die gute Nachricht! Nach der Genehmigung erhält der Händler das Signal und kann den Verkauf abschließen. Das Geld wandert auf das Händlerkonto, natürlich abzüglich einiger Verarbeitungsgebühren.
  6. Die Gelder werden abgerechnet: Schließlich wandert das Geld vom Händlerkonto auf das Geschäftskonto des Händlers.

Online- vs. stationäre Transaktionen

Bei stationären Zahlungen im Vergleich zu Online-Transaktionen läuft der Prozess weitgehend gleich ab, mit ein paar wichtigen Unterschieden.

Zahlungen im Geschäft gehen ziemlich schnell. Die Kundin hält die Karte hin, zieht sie durch oder steckt sie in das Kassenterminal (POS), und das System erledigt den Rest. Schnell, einfach und in Echtzeit.

Bei Online-Zahlungen passiert dasselbe, nur mit etwas mehr Technik dahinter. Das Payment Gateway spielt eine größere Rolle, und es gibt zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, um die Zahlungsdaten zu schützen und die Identität der Kundschaft zu überprüfen.

Egal, wie deine Kundschaft bezahlt, das Ziel bleibt dasselbe: die Transaktion sicher und schnell abzuschließen.

Betrugsprävention und Sicherheitsprotokolle

Wir haben bereits erwähnt, dass der gesamte Transaktionsprozess innerhalb weniger Sekunden abläuft, nachdem die Kundschaft ihre Kartendaten eingegeben oder das Smartphone gehalten hat. Was du vielleicht nicht weißt: Im Hintergrund arbeitet hochentwickelte Technologie, um deine Transaktionen sicher zu halten.

Betrugsprävention hat in der Zahlungsbranche höchste Priorität. Jedes Mal, wenn jemand seine Zahlungsdaten eingibt, besteht das Risiko, dass sie abgefangen oder missbraucht werden. So werden sensible Zahlungsdaten geschützt:

  • Verschlüsselung: Verschlüsselt die Zahlungsdaten, damit niemand sie lesen oder stehlen kann.
  • Tokenisierung: Statt die tatsächliche Kartennummer zu speichern, wird sie durch ein sicheres Token ersetzt.
  • PCI-Konformität: Ein Satz an Sicherheitsstandards, den Unternehmen einhalten müssen, um sicherzustellen, dass Zahlungsdaten der Kundschaft korrekt gehandhabt werden.
  • Betrugserkennung: Fortschrittliche Tools überwachen Transaktionen in Echtzeit und achten auf verdächtige Aktivitäten. Fällt etwas auf, wird es sofort markiert.

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Warum Unternehmen eine Transaktionsabwicklungslösung brauchen

Warum brauchen Unternehmen das wirklich? Es ist ziemlich einfach. Kaum ein Geschäft kann rein mit Bargeld arbeiten – ohne ein reibungsloses, zuverlässiges und sicheres System riskierst du Zahlungsausfälle, unzufriedene Kund:innen und letztlich entgangenen Umsatz.

Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit und Sicherheit gewährleisten

Niemand wartet gern. Deine Kundschaft möchte nicht in der Mittagspause an der Kasse stehen, Karte in der Hand, während das Kassensystem ewig braucht. Oder schlimmer noch: mittendrin abbricht.

Ohne ein gutes Transaktionsabwicklungssystem kann das für Team und Kundschaft gleichermaßen frustrierend sein. Es ist das klassische Beispiel dafür, wie Kund:innen das Vertrauen in ein Unternehmen verlieren, sobald etwas schiefgeht.

Eine gute Transaktionsabwicklungslösung sorgt dafür, dass alles schnell geht. Kundschaft hält die Karte hin oder klickt, zahlt – fertig. Keine Verzögerungen. Kein Hängenbleiben. Und vor allem: sicher.

Unterstützung mehrerer Zahlungsmethoden

Kreditkarte? Debitkarte? Mobile Wallets? Vielleicht auch Banküberweisungen oder kontaktlose Zahlungsmethoden? Je mehr Optionen du anbietest, desto besser.

Damit du besser einschätzen kannst, welche davon du unbedingt anbieten solltest, hier ein paar Daten zu elektronischen und Kartenzahlungen in Deutschland:

Wie du siehst, ist die Zahlungslandschaft in Deutschland vielfältig – die girocard dominiert stationär, während online Rechnungskauf, PayPal und BNPL den Ton angeben. Deine Transaktionsabwicklungslösung sollte also auf beide Welten vorbereitet sein.

Verwaltung von wiederkehrenden Zahlungen und Abos

Denk an all die Dienste, die du monatlich bezahlst. Dein Netflix. Deine Fitnessstudio-Mitgliedschaft. Jedes SaaS-Tool, das dein Unternehmen nutzt. Kund:innen lieben die Bequemlichkeit automatisierter, wiederkehrender Zahlungen.

Eine Transaktionsabwicklungslösung erleichtert die Verwaltung dieser monatlichen Zahlungen und sorgt dafür, dass Kund:innen korrekt und pünktlich abgerechnet werden, jedes Mal. Du musst keinen Zahlungen hinterherlaufen oder dich mit fehlgeschlagenen Abos herumschlagen – das bedeutet zufriedenere Kund:innen und einen stabilen Cashflow.

Vielleicht denkst du, dein Unternehmen braucht das nicht, oder es passt einfach nicht zu dir. Aber es würde dich überraschen, wie innovative Unternehmen Abo-Modelle mit Kartenzahlungsabwicklung einführen. Hier ein paar Ideen:

  • Betreibst du einen Friseursalon, könntest du ein „Föhn-Flatrate"-Abo anbieten, bei dem Kund:innen einen festen Monatsbetrag für unbegrenzte Föhnwellen zahlen.
  • Verkaufst du Bio-Produkte, wie wäre es mit einer monatlichen Wellness-Box mit einer kuratierten Auswahl (Bio-Tees, Proteinriegel, ätherische Öle), die jeden Monat direkt vor die Tür geliefert wird?
  • Führst du eine kleine Modeboutique, stell dir ein „Personal Shopper"-Abo vor, bei dem Kund:innen jeden Monat exklusiven Zugang zu limitierten Stücken oder individuell zusammengestellten Style-Boxen erhalten.

Abos sind längst nicht mehr nur etwas für Disney+ oder Amazon. Sie sind eine Chance, verlässliche, wiederkehrende Umsätze aufzubauen.

Multiwährungs- und internationale Transaktionen

Wenn dein Unternehmen wächst oder du bereits internationale Kundschaft bedienst, musst du global denken.

Eine gute Transaktionsabwicklungslösung kann Zahlungen in mehreren Währungen abwickeln. Ob in Euro, Pfund, Dollar oder Yen – deine Abwicklungslösung passt alles automatisch an, sodass internationale Transaktionen genauso einfach ablaufen wie lokale.

Wer braucht Transaktionsabwicklungslösungen?

Wenn du dich fragst: „Brauche ich wirklich eine Transaktionsabwicklungslösung?" – die Antwort lautet: ja, absolut. Egal wie groß oder welcher Art dein Unternehmen ist – wenn du Transaktionen abwickelst, brauchst du eine Möglichkeit, Zahlungen zu verarbeiten. Schauen wir uns das nach Branche an:

E-Commerce-Unternehmen

Wer online verkauft, kommt an der Zahlungsabwicklung nicht vorbei. Ob Einmalkauf oder wiederkehrendes Abo – Kund:innen wollen eine schnelle, reibungslose Möglichkeit zum Checkout.

Stationärer Einzelhandel

Für diese Art von Geschäft brauchst du ein zuverlässiges Kassensystem (POS), das mehrere Zahlungsmethoden akzeptiert. Glaub uns: Nichts ist schlimmer als ein eingefrorenes Kartenterminal, während sich die Schlange bildet.

Dienstleistungsunternehmen

Fitnessstudios, Friseursalons, Spas. Überall dort, wo eine Dienstleistung angeboten wird, kein Produkt. Zahlungen können hier etwas kniffliger werden: Einzeltermine, monatliche Mitgliedsbeiträge, wiederkehrende Abos. Du brauchst ein System, das das alles abdeckt.

SaaS- und Abo-Unternehmen

Für SaaS- und Abo-Unternehmen ist monatliche Abrechnung eine ganz eigene Herausforderung. Kund:innen registrieren sich einmal und erwarten dann eine automatische monatliche (oder jährliche) Abrechnung für die Nutzung deines Dienstes. Die richtige Zahlungslösung automatisiert alles – von der Abo-Verwaltung über die Abrechnung bis zur Verlängerung.

B2B und Hochrisikobranchen

In Hochrisikobranchen wie dem Glücksspiel hilft das richtige Händlerkonto zusammen mit gutem Betrugsschutz dabei, Rückbuchungen zu vermeiden und eine sichere Abwicklung sicherzustellen.

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Wichtige Funktionen einer Transaktionsabwicklungslösung

Bei der Wahl einer Transaktionsabwicklungslösung solltest du sicherstellen, dass sie alle wichtigen Funktionen mitbringt. Darauf solltest du achten:

Sicherheit und Compliance (PCI-DSS 4.0)

Da du sensible Zahlungsdaten verarbeitest, muss deine Lösung PCI-DSS 4.0-konform sein (der aktuelle PCI-Standard). Nichteinhaltung kann sehr teuer werden. Die Strafen steigen mit der Unternehmensgröße und der Dauer der Nichteinhaltung – bei kleinen Unternehmen beginnen sie meist zwischen 10 € und 250 € pro Monat, je nach Schwere des Verstoßes. Bei größeren Unternehmen können die Strafen jedoch auf 5.000 € bis 100.000 € pro Monat ansteigen, besonders bei anhaltender Nichteinhaltung.

POS- und Onlineshop-Integration

Das Letzte, was du willst, ist ein System, das nicht richtig synchronisiert oder beim Checkout Probleme macht. Eine reibungslose Integration deiner Kartenzahlungslösung mit deinem Kassensystem bedeutet weniger Fehler und ein besseres Kundenerlebnis.

Mobile Zahlungsfunktionen

Deine Kundschaft erwartet die Bequemlichkeit, unterwegs bezahlen zu können. Achte also darauf, dass dein Zahlungsdienstleister mobile Zahlungsmethoden wie Apple Pay, Google Pay und natürlich kontaktloses Bezahlen unterstützt.

Unterstützung für wiederkehrende Zahlungen

Automatisierte Zahlungen sparen dir Zeit und reduzieren verspätete Zahlungen – das hält deinen Cashflow stabil.

Transparente Preise und Gebührenstrukturen

Niemand mag versteckte Gebühren. Achte auf einen Zahlungsdienstleister mit klaren, transparenten Preisen.

Gängige Arten der Transaktionsabwicklung

Nicht jede Transaktionsabwicklung ist gleich aufgebaut. Je nach Unternehmen brauchst du vielleicht etwas Einfaches – oder das volle Rundum-Paket.

Direkte Zahlungsdienstleister

Sie arbeiten direkt mit deinem Unternehmen und den Finanzinstituten im Hintergrund zusammen. Du bekommst dein eigenes Händlerkonto, und der Zahlungsdienstleister übernimmt den gesamten Abwicklungsprozess. Das erfordert etwas mehr Einrichtungsaufwand am Anfang, gibt dir dafür aber mehr Kontrolle, bessere Konditionen und stärkeren Support. Ideal für etablierte Unternehmen, die eine langfristig skalierbare Lösung suchen.

Aggregatoren

Man kann sie sich als die Express-Variante der Transaktionsabwicklung vorstellen. Diese Dienste bündeln dein Unternehmen mit anderen unter einem einzigen Händlerkonto, was eine schnellere Einrichtung ermöglicht. Der Kompromiss: etwas höhere Transaktionsgebühren, weniger Individualisierung und gelegentliche Kontosperrungen.

All-in-One-Anbieter für Händlerdienste

Diese Anbieter decken alles ab: Software zur Kartenzahlungsabwicklung, Kassensysteme, Händlerkonten, Payment Gateways und teilweise sogar Hardware.

Payment Gateway vs. Zahlungsdienstleister

Hier verwechseln viele Menschen die Begriffe. Das Payment Gateway prüft und verschlüsselt die Zahlungsinformationen und stellt sicher, dass alles sicher abläuft. Der Zahlungsdienstleister übernimmt die tatsächliche Bewegung des Geldes zwischen der ausstellenden Bank deiner Kundschaft und deiner Akquirer-Bank (dem Bankkonto deines Unternehmens). Meistens brauchst du beides, bei manchen Anbietern sind sie jedoch gebündelt.

So wählst du die richtige Transaktionsabwicklungslösung

Bei so vielen Optionen kann die Wahl der richtigen Transaktionsabwicklungslösung schnell überwältigend wirken. Muss sie aber nicht. Schauen wir uns an, worauf es wirklich ankommt:

Faktoren: Größe, Branche und Volumen

Fang mit den Grundlagen an. Bist du Einzelunternehmer:in? Ein belebtes Café mit Schlange vor der Tür? Eine schnell wachsende E-Commerce-Marke? Unternehmensgröße, Branche und monatliches Transaktionsvolumen helfen dir, die Auswahl schnell einzugrenzen.

  • Niedriges Volumen? Ein flexibler Aggregator mit Pay-as-you-go-Preisen ist eine gute Wahl.
  • Hohes Volumen oder Wachstumspläne? Ein dediziertes Händlerkonto spart dir langfristig bei den Transaktionsgebühren.
  • Nischen- oder Hochrisikobranche? Du brauchst einen Anbieter, der auf Hochrisiko-Transaktionsabwicklung spezialisiert ist (manche arbeiten mit bestimmten Branchen gar nicht), also achte auf Kartenzahlungsdienste, die das abdecken.

Es gibt keine Universallösung, also frag dich: Wie sieht dein Alltag wirklich aus?

Wichtige Fragen an Anbieter

Klick nicht einfach auf „Registrieren" und hoffe auf das Beste. Stell Fragen. Verlange Klarheit. Einige der wichtigsten:

  • Welche Zahlungsmethoden werden unterstützt?
  • Wie lange dauert die Abrechnung?
  • Lässt sich die Lösung einfach mit meinem Kassensystem, meiner E-Commerce-Plattform oder meinen Buchhaltungstools integrieren?
  • Wie werden Streitfälle und Rückbuchungen gehandhabt?
  • Welchen Kundensupport gibt es, und ist er wirklich menschlich?

Das ist wichtig, besonders wenn etwas schiefgeht (und irgendwann wird es das).

Tipps, um versteckte Gebühren zu vermeiden

Darauf solltest du achten:

  • Monatliche Gebühren oder Kosten für „Kontoführung"
  • Interchange-Gebühren (variieren je nach Kartentyp und ausstellender Bank)
  • Zusatzkosten für internationale Zahlungen, Betrugsschutz oder PCI-Konformität
  • Gebühren für vorzeitige Vertragsauflösung (ja, die gibt es leider immer noch)

Der Trick: das Kleingedruckte lesen. Und wenn es zu klein gedruckt ist, um es zu verstehen, ist das ein Warnsignal.

Zukünftige Trends in der Transaktionsabwicklung

Die Zahlungsabwicklung steht keineswegs still. Wie wir bezahlen, verändert sich rasant, und die Technologie dahinter entwickelt sich noch schneller. Das sind die Trends für 2025 und darüber hinaus.

KI-gestützte Betrugsprävention

2025 ist KI-gestützte Betrugsprävention der Goldstandard. Diese Systeme analysieren Muster in Transaktionsdaten in Echtzeit und erkennen Verdächtiges, bevor es zum Problem wird.

Kryptowährungen und alternative Zahlungsmethoden

Kryptowährungen schleichen sich zunehmend in den Mainstream. Immer mehr Unternehmen akzeptieren Bitcoin, Ethereum und Stablecoins als gültige Zahlungsmethoden, vor allem online.

Omnichannel- und Mobile-First-Erlebnisse

Ein System, das auf allen Plattformen funktioniert, deine Daten synchronisiert und ein konsistentes Kundenerlebnis sicherstellt. Das ist Omnichannel, kurz zusammengefasst.

Fazit: Warum die richtige Zahlungslösung wichtig ist

Am Ende des Tages ist dein Zahlungsprozess der letzte Eindruck, den deine Kundschaft von deinem Unternehmen mitnimmt – und wenn er umständlich, verwirrend oder gar fehlerhaft ist, verlierst du nicht nur Geld. Du verlierst Vertrauen. Du brauchst eine Transaktionsabwicklungslösung, die wirklich für dich funktioniert.

Nächste Schritte für dein Unternehmen

Wenn du dich noch immer mit klemmenden Kartenterminals herumschlägst, dich über Transaktionsgebühren ärgerst oder wiederkehrenden Rechnungen manuell hinterherläufst, ist es Zeit für den nächsten Schritt.

Und hier kommt Epos Now ins Spiel.

Wir sprechen von All-in-One-Kartenzahlungslösungen, die nahtlos über dein Kassensystem, deinen Onlineshop und mobil funktionieren. Mit unserem System kannst du Kredit- und Debitkartenzahlungen abwickeln, Abos verwalten, alle Zahlungsdaten in einem Dashboard einsehen und deine Gebühren transparent und vorhersehbar halten.