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Ideen für eine saisonale Kaffeekarte: Pumpkin Spice und mehr

Lisa Frolova
1 Sept. 2026

Der Herbst ist eine gute Gelegenheit, deiner Kaffeekarte etwas Neues zu verleihen. Pumpkin Spice mag weiterhin im Mittelpunkt stehen, doch Chai, Matcha, Kardamom und kalte Kaffeegetränke bieten Cafés viele weitere Möglichkeiten, in dieser Saison etwas Neues auszuprobieren.

Kaffee spielt in Deutschland eine große Rolle. 2024 lag der Pro-Kopf-Konsum laut Deutschem Kaffeeverband bei rund 163 Litern. Für Cafés bietet eine saisonale Karte die Möglichkeit, Stammgästen etwas Neues anzubieten – und ihnen vielleicht dabei zu helfen, einen neuen Favoriten zu entdecken, für den sie gerne wiederkommen.

Lies weiter und erfahre, was sich in diesem Herbst rund um Pumpkin Spice und seine Konkurrenten tut, welche Getränke sich für deine Karte eignen, wie du deine Preise kalkulierst und wie du mithilfe der Daten deines Kassensystems herausfinden kannst, welche saisonalen Specials es wert sind, beibehalten zu werden.

Pumpkin Spice: ein weltweiter Favorit

Pumpkin Spice hat sich von einer saisonalen Neuheit zu einem weltweiten Phänomen entwickelt. Mehr als zwei Jahrzehnte nach der Einführung des Pumpkin Spice Latte durch Starbucks im Jahr 2003 gehört die Geschmacksrichtung inzwischen fest zur Herbstsaison.

Auch in Deutschland ist Pumpkin Spice auf saisonalen Getränkekarten angekommen. Neben dem klassischen Pumpkin Spice Latte gibt es inzwischen zahlreiche Möglichkeiten, den Geschmack mit Kaffee, Chai und kalten Getränken zu kombinieren.

Was als saisonales Starbucks-Getränk begann, ist heute ein Geschmack, den du sowohl bei großen Ketten als auch in unabhängigen Cafés finden kannst.

Für unabhängige Cafés ist das ein gutes Zeichen: Pumpkin Spice hat sich über viele Jahre gehalten. Aber kein Trend hält ewig, und es lohnt sich, frühzeitig nach der nächsten Gelegenheit für deine Kaffeekarte Ausschau zu halten. Pumpkin Spice funktioniert also weiterhin – trotzdem ist jetzt ein guter Zeitpunkt, darüber nachzudenken, was als Nächstes kommen könnte.

Die Konkurrenz um die Pumpkin-Spice-Krone

Pumpkin Spice gehört weiterhin zu den Geschmacksrichtungen, die besonders stark mit dem Herbst verbunden werden. Doch es ist längst nicht die einzige Option.

Auch in Deutschland gibt es Raum, mit anderen Geschmacksrichtungen und Getränkeformaten zu experimentieren. Matcha ist dafür ein gutes Beispiel. Das ursprünglich aus Japan stammende Grünteepulver ist inzwischen in vielen Cafés als Matcha Latte zu finden und lässt sich sowohl warm als auch kalt servieren.

Kalte Kaffeegetränke bieten ebenfalls Raum für saisonale Ideen. Cold Brew – Kaffee, der über mehrere Stunden mit kaltem Wasser extrahiert wird, anstatt heiß aufgebrüht zu werden – bietet Gästen eine Alternative zum klassischen heißen Kaffee.

Für Cafés bedeutet das, dass saisonale Getränke nicht automatisch heiß sein müssen. Wenn deine Gäste auch nach dem Sommer weiterhin kalte Getränke bestellen, könnte sich eine eisgekühlte Variante eines Herbst-Specials neben der heißen Version durchaus lohnen.

Für unabhängige Cafés kommt es vor allem darauf an, Abwechslung anzubieten, ohne die Karte unnötig kompliziert zu machen. Verwende einige wenige Zutaten für verschiedene Getränke, anstatt eine lange Liste von Specials einzuführen, für die jeweils eigene Zutaten und zusätzliche Mitarbeiterschulungen erforderlich sind.

Ideen für deine Kaffeekarte in diesem Herbst

Du möchtest also etwas Neues anbieten. Natürlich kannst du mit eigenen Geschmackskombinationen experimentieren. Bei völlig unbekannten Getränken sind Gäste jedoch möglicherweise weniger bereit, Geld auszugeben, weil sie nicht genau wissen, was sie erwartet.

Ein guter Ausgangspunkt sind deshalb Geschmacksrichtungen und Getränkeformate, für die bereits ein gewisses Interesse besteht. Diese kannst du anschließend an dein eigenes Café anpassen. Du musst nicht alles gleichzeitig einführen: Wähle einige Optionen aus, die zu deinen vorhandenen Zutaten und deiner Ausstattung passen, und beobachte, wie deine Gäste darauf reagieren.

Kürbis in verschiedenen Varianten

  • Klassischer Pumpkin Spice Latte (heiß oder auf Eis): Der Klassiker ist vielen Gästen bereits bekannt und bietet einen guten Ausgangspunkt für eine saisonale Karte.

  • Pumpkin Cream Cold Brew oder Pumpkin Foam Cold Brew: Eine Möglichkeit für Gäste, die kalten Kaffee bevorzugen oder keinen klassischen Latte mit aufgeschäumter Milch möchten.

  • Pumpkin Spice Chai: Kombiniert zwei würzige Geschmacksprofile und bietet gleichzeitig eine Alternative für Gäste, die keinen Kaffee möchten.

  • Pumpkin White Mocha oder Pumpkin Blondie Latte: Eine süßere, reichhaltigere Option, die sich als Dessertgetränk positionieren lässt.

  • Pumpkin Caffogato oder Kürbis-Affogato: Eine ausgefallenere Premiumoption, die möglicherweise in geringeren Mengen verkauft wird, dafür aber einen höheren Preis rechtfertigen kann.

Mehr als Kürbis: weitere Geschmacksrichtungen

Falls du von Pumpkin Spice langsam genug hast, gibt es zahlreiche andere saisonale Geschmacksrichtungen, mit denen du experimentieren kannst. Hier sind einige unserer Favoriten:

  • Kardamom-Latte oder Kardamom-Chai: Ein warmes Gewürzprofil, das sowohl zu Kaffee als auch zu Chai passt.

  • Gewürzte Matcha-Getränke: Zum Beispiel ein Iced Pumpkin Matcha oder ein Matcha Latte mit herbstlichen Gewürzen.

  • Banana-Bread- oder Haselnuss-Latte: Vertraute, süßere Geschmacksrichtungen, die sich besonders gut mit Kuchen und Gebäck kombinieren lassen.

  • Ahorn-Pekannuss-Latte oder Brown-Butter-Latte: Kräftige, süße Aromen, die gut zu einem herbstlichen Gebäckangebot passen.

  • Karamell-Apfel-Latte: Ein weiterer typischer Herbstgeschmack, der sowohl heiß als auch auf Eis angeboten werden kann.

  • Honig-Zimt-Latte oder Brown-Sugar-Latte mit Haferdrink: Optionen für Gäste, die ein warmes, würziges Herbstgetränk ohne Kürbis suchen.

Tipp: Kombiniere saisonale Getränke mit bestimmten Kuchen oder Gebäckstücken. So kann dein Team beim Bezahlen ganz natürlich eine passende Ergänzung empfehlen, anstatt einfach nur zu fragen: „Sonst noch etwas?“

Du musst allerdings nicht jede Saison deine komplette Karte neu gestalten. Wichtiger ist eine relativ stabile Auswahl, damit Einkauf, Mitarbeiterschulung und die Einrichtung deines Kassensystems überschaubar bleiben – und gleichzeitig genug Platz vorhanden ist, um neue Produkte auszuprobieren.

Saisonale Getränke richtig kalkulieren

Saisonale Specials können höhere Zutatenkosten verursachen – zum Beispiel durch Kürbispüree, besondere Sirups, Matcha-Pulver, Milchalternativen und Toppings. Deshalb lohnt es sich, ihre Preise bewusst zu kalkulieren, anstatt einfach die Preise aus dem Vorjahr zu übernehmen.

Berechne zunächst, was die Zubereitung eines Getränks tatsächlich kostet. Berücksichtige dabei Kaffee, Milch, Sirups, Toppings sowie Becher, Deckel und andere Verpackungsmaterialien. Anschließend kannst du einen Verkaufspreis festlegen, der diese Kosten berücksichtigt und gleichzeitig die Marge unterstützt, die dein Betrieb benötigt.

Es gibt keinen einzelnen Wareneinsatz-Prozentsatz, der für jedes Café funktioniert. Personalkosten, Miete, Lebensmittelverschwendung, lokale Konkurrenz und andere Betriebskosten beeinflussen ebenfalls, welchen Preis du verlangen musst.

Einige Preisstrategien können ebenfalls hilfreich sein:

  • Unterschiedliche Preisstufen: Ein aufwendigeres Premiumgetränk kann am oberen Ende deiner saisonalen Karte stehen, während einfachere Getränke einen günstigeren Einstieg bieten.

  • Kombinationen anbieten: Kombiniere ein saisonales Getränk mit Kuchen, Gebäck oder einer größeren Getränkegröße, anstatt lediglich einen Rabatt anzubieten. So kannst du den Gesamtwert einer Bestellung erhöhen, ohne den wahrgenommenen Wert des Getränks zu reduzieren.

  • Kosten während der Saison überprüfen: Ändert sich der Preis einer wichtigen Zutat, solltest du auch den Verkaufspreis und die Marge des Getränks überprüfen. Kleine Kostensteigerungen können bei Hunderten verkauften Getränken einen erheblichen Unterschied machen.

  • Ruhigere Zeiten nutzen: Verwende Verkaufsdaten nach Tageszeit, um ruhigere Phasen zu erkennen, und erwäge gezielte Aktionen, die Gäste zu diesen Zeiten in dein Café bringen.

Finde heraus, was wirklich funktioniert

Saisonale Specials ohne Verkaufsdaten zu bewerten bedeutet, sich hauptsächlich auf Bauchgefühl und Vermutungen zu verlassen. Lege deshalb bereits vor der Einführung deiner saisonalen Karte fest, was du messen möchtest, und überprüfe die Ergebnisse regelmäßig.

Überprüfe die Verkäufe jede Woche – nicht erst am Ende der Saison

Um herauszufinden, ob sich ein Getränk langfristig lohnt, solltest du die Verkäufe jedes saisonalen Specials sowohl mit den anderen Specials als auch mit deiner regulären Karte vergleichen.

Dabei kannst du dir für jedes Getränk zwei einfache Fragen stellen:

  1. Ist es beliebt?

  2. Ist es profitabel?

Ein Getränk mit hohen Verkaufszahlen ist nicht automatisch ein gutes Produkt, wenn teure Zutaten kaum Marge übrig lassen. Umgekehrt kann ein Getränk mit geringeren Verkaufszahlen trotzdem einen Platz auf deiner Karte verdienen, wenn es bei jedem Verkauf einen guten Gewinn erzielt.

Ein Kassensystem kann dir dabei helfen, solche Entscheidungen auf Grundlage deiner tatsächlichen Verkaufsdaten zu treffen. Die Kassensysteme von Epos Now bieten unter anderem Echtzeit-Analysen und Berichte, mit denen du die Entwicklung deines Geschäfts im Blick behalten kannst.

Gib neuen Getränken etwas Zeit

Gib einem neuen Getränk ein wenig Zeit, bevor du ein endgültiges Urteil fällst. Schwache Verkaufszahlen in der ersten Woche bedeuten nicht zwangsläufig, dass ein unbekannter Geschmack nicht funktioniert.

Gäste müssen das neue Produkt vielleicht erst auf der Karte entdecken, eine Werbung dafür sehen oder von deinem Team darauf aufmerksam gemacht werden. Lass neue Produkte deshalb genügend Verkaufsdaten sammeln, bevor du eine endgültige Entscheidung triffst.

Wenn ein Getränk nach mehreren Wochen immer noch kein Publikum findet, hast du eine bessere Grundlage dafür, es durch etwas anderes zu ersetzen. Schließlich müssen sich auch saisonale Getränke ihren Platz auf der Karte verdienen.

Achte auf die Position der Produkte auf deiner Karte

Kleine Details können einen Unterschied machen. Produkte, die prominent auf der Karte platziert sind, werden beispielsweise leichter wahrgenommen.

Wenn du die Position oder Bewerbung eines saisonalen Getränks änderst, notiere dir, wann du die Änderung vorgenommen hast, und vergleiche die Verkäufe davor und danach.

So kannst du besser zwischen „Unsere Gäste mögen dieses Getränk nicht“ und „Unsere Gäste sehen dieses Getränk nicht“ unterscheiden.

Wie Epos Now dich unterstützen kann

Eine saisonale Karte bedeutet, neue Produkte anzulegen, Verkäufe zu verfolgen, den Bestand im Blick zu behalten und am Ende der Saison zu entscheiden, welche Produkte sich weiterhin lohnen.

Hier kann Epos Now helfen:

  • Kassensysteme für die Gastronomie: Epos Now bietet Kassensysteme für Gastronomiebetriebe wie Restaurants, Bars und Cafés mit Echtzeit-Analysen und Berichten.

  • Bestandsverwaltung: Behalte Zutaten und Bestände im Blick, damit du besser erkennen kannst, was sich verkauft und wo möglicherweise zu viel Bestand vorhanden ist.

  • Verkaufsberichte und Analysen: Nutze deine Verkaufsdaten, um Bestseller zu erkennen und die Performance verschiedener Produkte miteinander zu vergleichen.

  • Cloudbasiertes Kassensystem: Greife auf deine Geschäftsdaten zu, auch wenn du nicht vor Ort in deinem Café bist.

Für deine saisonale Karte ergibt sich daraus ein einfacher Prozess:

Getränke einführen → Verkäufe und Bestand verfolgen → Ergebnisse vergleichen → Entscheidungen auf Grundlage deiner Daten treffen.

Damit erhältst du mehr als nur eine Liste deiner meistverkauften Getränke. Die Daten können dir dabei helfen, Einkauf, Aktionen, Personaleinsatz und die saisonale Karte für das kommende Jahr besser zu planen.

So wird deine saisonale Karte zum Erfolg

Bei einer saisonalen Karte geht es um mehr als darum, dem nächsten TikTok-Trend hinterherzulaufen. Sie ist auch eine gute Möglichkeit herauszufinden, was deine Gäste tatsächlich möchten.

Wenn sich ein Pumpkin Cold Brew noch im November gut verkauft, sind deine kalten Getränke vielleicht noch nicht bereit für den Winterschlaf. Und wenn Chai oder Matcha langsam mit Pumpkin Spice konkurrieren, hast du möglicherweise einen Geschmack entdeckt, der weit über den Herbst hinaus einen Platz auf deiner Karte verdient.

Behalte deshalb nicht nur die Verkaufszahlen im Blick. Berücksichtige auch die Marge, mögliche Lebensmittelverschwendung und wie einfach sich jedes Getränk zubereiten lässt, wenn dein Café voll ist. Wenn du im nächsten Jahr deine saisonale Karte planst, hast du so eine viel bessere Vorstellung davon, was für deine Gäste und deinen Betrieb funktioniert hat – und was sich wirklich lohnt, wieder anzubieten.

Häufig gestellte Fragen

Welche saisonalen Kaffeeideen eignen sich für eine Kaffeekarte?

Beliebte Ideen für eine saisonale Kaffeekarte sind zum Beispiel Pumpkin Spice Latte, aromatisierter Cold Brew, Chai Latte, Matcha mit Gewürzen, Ahorn- oder Haselnuss-Latte sowie Getränke mit wärmenden Aromen wie Zimt und Kardamom. Welche Optionen sich am besten eignen, hängt von deiner aktuellen Karte, den vorhandenen Zutaten und Geräten sowie den Vorlieben deiner Gäste ab.

Wie viele saisonale Getränke sollte ein Café anbieten?

Es gibt keine bestimmte Anzahl, die für jedes Café funktioniert, da dies von der jeweiligen Karte abhängt. Eine kleine, klar definierte Auswahl kann einfacher zu handhaben sein als eine zu umfangreiche saisonale Karte. Starte mit einigen wenigen Getränken, die dein reguläres Angebot ergänzen, und nutze deine Verkaufsdaten, um zu entscheiden, welche Schritte du als Nächstes unternimmst.

Wie sollte ich die Preise für saisonale Kaffeegetränke festlegen?

Dieser Prozess unterscheidet sich nicht wesentlich von der Preisgestaltung deiner regulären Getränke. Bedenke jedoch, dass die Zubereitung von Spezialgetränken aufgrund zusätzlicher Schulungen, Geräte und Zutaten teurer sein kann.

Berechne zunächst, wie viel die Zubereitung jedes Getränks kostet – einschließlich Kaffee, Milch, Sirups, Toppings, Garnituren und Verpackung. Auf dieser Grundlage kannst du einen Preis festlegen, der diese Kosten berücksichtigt und gleichzeitig die Marge ermöglicht, die dein Betrieb benötigt. Denk daran, die Preise zu überprüfen, wenn sich die Zutatenkosten im Laufe der Saison ändern.

Wie kann ich feststellen, ob ein saisonales Getränk gut läuft?

Achte nicht nur auf die Verkaufszahlen. Berücksichtige auch, wie regelmäßig sich das Getränk verkauft, welchen Umsatz es erzielt, wie hoch die Zutatenkosten sind und ob dadurch überschüssige Bestände oder Lebensmittelverschwendung entstehen. Die Berichte deines Kassensystems können dir dabei helfen, saisonale Produkte mit dem restlichen Angebot zu vergleichen und zu sehen, wie sich ihre Performance im Laufe der Zeit entwickelt.

Sollten saisonale Getränke nur für einen begrenzten Zeitraum angeboten werden?

Nicht unbedingt. Eine saisonale Karte kann eine gute Möglichkeit sein, neue Produkte zu testen, bevor du eine längerfristige Entscheidung triffst. Wenn sich ein Getränk auch nach Ende der Saison weiterhin gut verkauft und sich im Betriebsalltag gut umsetzen lässt, kann es sich lohnen, es auf der Karte zu behalten oder zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr wieder anzubieten.